„Land“ hört sich unschuldig, unberührt, unhistorisch an. Irrtum. Landschaften sind das Resultat von Geschichtsschichten. Der Blick auf das Detail spiegelt die Komplexität aus Vergangenheit und Gegenwart. Im Land ist der Staat eingeschrieben. Quasi deduktiv archäologisch vertieft sich Yvon Chabrowskis und Matthias Zielfelds Ausstellung „Land“ mit Videoarbeiten, Fotoserien und fotochemischen Experimenten in die Schichten von Landschaften, Traditionen, Wirtschaftsformen, Staat, Utopie und Erinnerung.

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Der Raum der Stadt ist nicht nur ein Ort des Konsums, des Verkehrs und des Wohnens, immer ist er auch ein akustischer Raum: ein Netz von Klängen, Bewegungen und Rhythmen an der Schnittstelle von Öffentlichem und Privatem. Die Ausstellung „Verortungen / Entortungen: Urbane Klangräume“ greift diese Allgegenwart des Klangs in unserem alltäglichen Leben auf und zielt auf das Ungehörte im Gehörten, das Unbekannte im allzu Bekannten. In ihrem Mittelpunkt stehen die installativen, medialen und performativen Dimensionen von Klang und Ort.

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Die Frage nach der Möglichkeit ästhetischer Objektivität ist ein Standardthema der philosophischen Ästhetik und bis heute heftig umstritten. „Endlos umstritten, ewig schön“ stellt diese Frage in Hinblick auf den prominentesten Begriff der Kunstphilosophie – den Begriff der Schönheit: Können Kunstwerke an sich selbst schön sein, oder ist die Schönheit eine subjektive Reaktion bzw. Zuschreibung der Betrachtenden? Lassen sich verbindliche Kriterien zur Kunstkritik verhandeln oder doch nur Werturteile deskriptiv erfassen? Steht die Schönheit dem Wahren oder dem Gefälligen, ja der Lüge, näher?

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Vielleicht ist es nicht falsch, Phänomene übersinnlicher Wahrnehmung, okkulte Lehre, Spiritismus, Millenarismus, Telekinese, Parapsychologie und so weiter als Unfug abzutun. Eine aufgeklärte Selbstsicherheit, die diese Phänomene als Aberglauben und Ammenmärchen ignoriert, macht sich jedoch blind für ihre Historizität, ihre komplexe Sozialgeschichte und die verdeckten Triebkräfte ihrer Faszination. Ein für alle mal vom Aufstieg der Naturwissenschaften und der Industrialisierung entmündigt, bildeten okkultistische Strömungen, Relikte vormoderner Weltsichten und traditionelle Motive der Religion, allen voran das Apokalyptische, seit dem 19. Jahrhundert einen „Underground of Europe“ (James Webb) häretischer religiöser Positionen, erfolgloser sozialer Pläne und zurückgewiesenen Wissens, aus dem eine Art okkultistische Internationale entstand.

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Das Phänomen Pop und Musik als Triebkräfte künstlerischer Produktion beschrieb Peter Pakesch 2009 anschaulich für die Ausstellung „Schere-Stein-Papier“ im Kunsthaus Graz: „Es zeigt sich vital und anspruchsvoll. Es gibt die Möglichkeit, mit Dilettantismus auf höchstem Niveau zu experimentieren und Virtuosität trivial erscheinen zu lassen. Es wird zu einer Praxis, die formalen oder inhaltlichen Purismus relativiert und daraus Energie schöpft, dass sie Formen bewusst vermischt und bastardisiert.“

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