Hilfskonstruktionen

Damaris Kerkhoff, Szenen einer Ehe, Oilstick, Holzdruck auf Papier, 86,5 × 117,5 cm, Foto: Jonas Gerhard
Eröffnung: Donnerstag, 16. Mai 2019, 19 Uhr (mit einer Performance von Till Gathmann)
Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 23. Juni 2019
Rahmenprogramm: Kuratorische Führungen inkl. Künstlergespräch: 25. Mai & 08. Juni, 16 Uhr;  
Animationsfilmprogramm Broken Lines (kuratiert von Su Arnold), 25. Mai, 20 Uhr, Cineding (Karl-Heine-Straße)
Künstler*innen: Till Gathmann, Lotte Geeven & Yeb Wiersma, Anne Hofmann, Damaris Kerkhoff, Stefan Schleupner, titre provisoire, Katharina Zimmerhackl
Kuratorin: Katharina Zimmerhackl
Assistenz: Ariane Graf
 
„Hilfskonstruktionen, erdacht um das Material zu organisieren und es,
wenn schon nicht durch den simplen Mechanismus von Ursache und Wirkung,
so durch dieses System ineinandergreifender Schichten von dir abzutrennen.
Form als Möglichkeit, Abstand zu gewinnen.“ (Christa Wolf, Kindheitsmuster)
 

Die Ausstellung Hilfskonstruktionen untersucht das Verhältnis von Politik und Ästhetik anhand einer formalen Metapher – der Linie. Die Linie verweist in ihrer Bedeutung auf verschiedene Aspekte. Sie stellt die Verknüpfung zweier gegebener Punkte her und beschreibt die Entstehung eines zweidimensionalen Raumes, die Herstellung der Grenzen und Umrisse eines Gegenstandes. Aus dem Stillstand des Punktes entsteht die strukturbildende Linie und beginnt ein Verhältnis zwischen den Punkten, zwischen den Gegenständen, herzustellen. Die Linie ist auch ein Ort, an dem Form- und Sinngebung zusammentreffen, an dem durch formale und visuelle Grenzziehungen Bedeutung entsteht. Die Linie verschränkt formale Abstraktion und inhaltliche Bestimmung.

Hilfskonstruktionen geht diesen Verschränkungsmomenten durch verschiedene zeichnerische, filmische, skulpturale und performative Reflexionen nach. Dabei variieren die thematischen Schwerpunkte zwischen dem Rekurs auf Körpersprache, Sprache, Landschaft, Erinnerung, Technik oder Kunstgeschichte – gemeinsam ist den künstlerischen Positionen jedoch, dass sie das Verhältnis von Form und Inhalt hinsichtlich seiner ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Bedeutung kritisch bestimmen und spielerisch hinterfragen wollen.

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