Rauschen und Flimmern gehören in einer durchgängig mediatisierten Umwelt der allgegenwärtigen Telekommunikationsmaschinen zum Grundbestand kultureller Erfahrung. Gleichzeitig handelt es sich um Wahrnehmungen, welche wir auch in der so genannten freien Natur, im Erleben von Bächen, Flüssen und Wäldern, machen können. Vom weißen Rauschen, über das Bildrauschen digitaler Kameras, vom urbanen Verkehrsklangraum bis hin zum ruralen Naturerleben, sind diese Phänomene als konstitutiver Teil unserer Lebenswelt anzusehen. Versucht man Rauschen und Flimmern nicht nur als negative Störungen des Übertragungsvorganges moderner Medien zu begreifen, sondern sie als eigenständige ästhetische Phänomene, als Erscheinen der Medialität von Medien (Dieter Mersch) selbst zu verstehen, eröffnen sich vielfältige Perspektiven produktiver Nutzung dieses Aspekts.

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“Was uns am besten verteidigt und uns sichert und uns erhält und am meisten beschützt vor Unglück und Schaden: das ist die Angst.” In dieser Sentenze des italienischen Meisters des Manierismus Agnolo Bronzino (1503-1572) kommt ein wesentlicher Antrieb zahlloser Leistungen der Menschheitsgeschichte, aber auch der Kultur- und Kunstgeschichte zum Ausdruck.

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Radiowellen haben schon seit ihrer Entdeckung, vor allem seit Beginn ihrer Anwendung in der Telekommunikation eine unbändige Faszination auf die Menschheit ausgeübt. Durch militärische, politische und kommerzielle Interessen blieb ein technologisch realisierbares, demokratisches Kommunikationsnetzwerk in dem alle Teilnehmer gleichzeitig Sender und Empfänger sind, wie es Bertolt Brecht und Hans Magnus Enzensberger in ihren Radiotheorien beschrieben haben, dennoch Utopie.

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Eduard Klein ist Student der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (Klasse Muller). Unter dem Titel „ou mallon“ (οὐ mallon) zeigt er neben Zeichnungen und Videos simpel gehaltene Objekte. „Ou mallon“ ist eine altgriechische Floskel, die übersetzt in etwa „um nichts eher“ heißt. Es handelt sich dabei um eine Aussage, die die Philosophen des Skeptizismus zur Urteilsenthaltung nutzten. Der Auffassung der Skeptiker zur Folge besitzt jede These auch eine Antithese, die beide gleichermaßen Bestand haben, es kommt zu einem Gleichgewicht zwischen beiden Seiten, einer inneren Balance, aber es gibt keine evidenten Wahrheiten. Nichts soll sein, nichts muss sein - Gedankengänge, die auch für die künstlerischen Arbeiten von Eduard Klein zutreffen.

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Am 11. Juni ist es soweit: In Johannesburg eröffnet die erste Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Jenseits eingeübter Vorurteile werfen wir mit einer Ausstellung südafrikanischer Videokunst einen Blick auf das Austragungsland Südafrika und seine Videokunstszene – „private viewing – South African Video Art“ eröffnet pünktlich zum ersten Spieltag.

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