Filmvorführung: 29.11.2017, 18:30 Uhr

Tentative Matters
Filme von Oraib Toukan und Dox Box, ausgewählt und vorgestellt von Marianna Liosi

Ort: Luru-Kino in der Spinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

Eine Filmreihe des D21 Kunstraum
kuratiert von Lena Brüggemann und Clemens von Wedemeyer

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Eröffnung: 2.11.2017, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 3.11. – 10.12.2017

Acting Out #7: 7.12.2017, 20 Uhr - Initiative Wort & Bild zu Gast mit einer Lyrik-Perfomance von Tim Holland

Kuratorin: Lena Brüggemann

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Buchpräsentation
Datum: 18.11.2017, 16 bis 20 Uhr
Ort: Offenes Atelier Grünau, im Allee Center, Erdgeschoss, gegenüber dm

Am Sonnabend, den 18.11.2017, präsentiert der D21 Kunstraum Leipzig die Publikation Raster Beton: Vom Leben in Großwohnsiedlungen zwischen Kunst und Platte. Leipzig-Grünau im internationalen Vergleich im Offenen Atelier Grünau, einem Kunstraum in einer Grünauer Shopping Mall. Zur Buchpräsentation werden Wolfgang Kil, Harald Kirschner und weitere Autor_innen der Publikation sowie weitere Gäste anwesend sein und Themen des Buches diskutieren.

Zusätzlich wird in einer Ausstellung (Fotos: Katharina Benjamin, Tom Erdmann) die fotografische Auseinandersetzung mit Grünaus Architekur und ihren Sanierungsständen sowie dem öffentlichen Raum im Quartier gezeigt.

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STADTTFINDEN Festival bildet Auftakt zur Entwicklung der Glasfabrik Leipzig.

Zeitraum: 01. bis 10. September 2017

Detaillierte Angaben zum Festivalprogramm und zu den Projekten findet Ihr hier.
Alle Informationen zu dem Festival und der Glasfabrik findet Ihr auch unter www.glasfabrik.org und www.facebook.com/GlasfabrikLeipzig sowie bei Instagram unter glasfabrik_leipzig.

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Themenfokus 2017 im D21 Kunstraum

Der Aufstieg nationalistischer Strömungen, der Brexit, Trumps Executive Orders, das Referendum zur Verfassungsänderung in der Türkei – zurzeit verschieben sich weltweit soziale Übereinkünfte und Rechte. Recht reflektiert unsere Vorstellung von Gesellschaft, unsere Werte. Doch es beruht auf Pfeilern, die durch die Globalisierung und Digitalisierung zunehmend instabiler wirken: auf Territorium, fester Identität und Eigentum. Der Krise unseres Rechts mit agressivem Nationalismus

und geschlossenen Grenzen zu begegnen, löst die Widersprüche nicht auf. Die Welt wird mehr und mehr von globalen Akteuren wie supranationalen Organisationen und NGOs bestimmt. Zudem beherrschen technische Normen und Standards, die in Expertengremien entschieden werden, unseren Alltag.

Das Programm des D21 Kunstraum sucht 2017 in einer Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen nach neuen Formen und Praxen von Recht. Damit wollen wir eine Auseinandersetzung anregen, wo und durch wen heute Recht geschaffen und durchgesetzt wird und wie Gesetze materiell werden.

In den letzten Jahren hat, unter anderem von dem Theorien Bruno Latours und Donna Haraways beeinflusst, in der Kunst eine intensive Auseinandersetzung mit einem Denken stattgefunden, das sich von der Unterscheidung in Subjekt und Objekt verabschiedet. Diese Unterscheidung ist für unser bisheriges Konzept von Recht substanziell. Das Rechtssubjekt, im 19. Jahrhundert explizit als weiß und männlich definiert, beruht auf Ausschluss, auf der Delegitimierung von anderen Stimmen. Der Subjektstatus hat sich durch gesellschaftliche Kämpfe ausgedehnt auf Frauen, „Minoritäten“ und in einigen Ländern inzwischen auch auf Flüsse oder die Natur an sich.

Doch nach wie vor schließt er eine Vielzahl von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren aus.  

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